• Stauraum neu gedacht: Aus der Not eine Tugend machen

Manche Ladengeschäfte fallen allein schon durch eine ungewöhnliche Architektur auf. Räume mit unterschiedlichen Höhen oder Altbauten und Kellergewölbe verkörpern für sich einen besonderen Charme.

Für den Einzelhandel waren sie bisher eher unattraktiv. Praktisch und quadratisch sollte er sein, der Verkaufsraum. Neben einem Showroom muss immer auch ausreichend Lagerraum zur Verfügung stehen. Zumindest in der Vergangenheit galt das als unabdingbar. Ein neuer Trend zeigt, dass Lagerräume auch stylisch im Verkaufsraum „entstehen“ können.

IKEA nutzt „Lufträume“ in kleinen oder verwinkelten Räumen schon seit langem geschickt als Stauraum.

→ http://www.stores-shops.de/einrichtung/detail/Controller/Article/stauraum-auf-der-flaeche-offensive-lagerhaltung.html

So hat der Berliner Sneakers‑Store Novacane sein Schuhlager in einer Deckennische von 1,40 m Höhe und 5 m Länge untergebracht. Über eine Regalleiter aus schwarzem Metall kann der Mitarbeiter dieses erreichen, ohne seinen Kunden „verlassen“ zu müssen. Ein pfiffiges „Signature‑Element“ und „Kommunikationsinstrument“. „Dabei war diese aktive Nutzung des Luftraums, also ‚Fläche, die man nicht vermisst‘, eher aus der Not heraus geboren, da das Ladenlokal zwei extrem unterschiedliche Deckenhöhen aufwies.“

Lagerhaltung im Einzelhandel outgesourcet

Im → Onetoone haben wir ein interessantes Store‑Konzept des Garten‑Centers Dehner entdeckt. Es zeigt auf geniale Weise, wie digitale Technik nicht nur den Erlebnisfaktor steigert, sondern auch noch logistische Vorteile mit sich bringen kann: „An digitalen Infopoints sei es möglich, Bestellungen direkt aufzugeben. An Beratungsplätzen stehe auch persönliche Betreuung zur Verfügung. Kunden könnten dort per Touchscreen auf die Sortimentsauswahl im elektronischen Katalog zugreifen.“, erklärt das Magazin. Sperrige Produkte lagert das Garten‑Center extern. Eine Idee, die neue Chancen für den Einzelhandel generell eröffnet: Durch Auslagerung von großen Produkten, könnten Ladengeschäfte in der City eröffnet werden? Oder könnten ortsansässige Händler Ihre Produktpaletten erweitern?

Ein Gefühl, wie zu Hause…

→ http://www.stores-shops.de/neueroeffnungen/detail/Controller/Article/musterbeispiel-des-storytelling.html

…versuchen Möbelhäuser durch ihre Dekoration zu vermitteln. Wir kennen sie, Regale voller Kartonbücher, Obstschalen mit Orangen oder Äpfeln zieren die Küche, Küchenkräuter im Töpfchen von Wänden oder Decken hängend. Die Dekoration ist weitestgehend darauf beschränkt die Funktion des Mobiliars zu zeigen und regt die Kreativität des Kunden hinsichtlich der Gestaltung seiner eigenen vier Wände an. Aber es geht noch wohnlicher.

Im neuen Konzept des Betten Rid wird echtes Leben in den Store geholt: Frisches Brot, echte Kräuter, Feuer im Kamin – „bezugsfertig“ werden die Räume präsentiert.
„Alle drei bis vier Wochen werden die Themen verändert – von der Verkaufsfläche bis hin zu den Schaufenstern. Der Kunde soll von unserem Auftritt überrascht und animiert sein, sich vor allem aber wohlfühlen“, erklärt Robert Waloßek.

Die Online-Offline-Kompositionen

Es nimmt kein Ende. Vielmehr entdecken wir in der Fachpresse immer häufiger Vorstellungen von neu gestalteten Läden. „Alteingesessene“ Unternehmen erleben einen neuen Frühling. Natürlich können diese Konzepte nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Jedoch wagen immer mehr Einzelhändler den Sprung und gestalten Ihren Showroom völlig neu.

Was macht die Konzepte aus? Mit ein wenig Abstand betrachtet, haben sie alle etwas gemeinsam: Die Gestaltung orientiert sich an der Gestaltung privater Räume. Das Beispiel des Berliner Sneakers‑Store „Novacane“ zeigt, was in privaten Wohnräumen teils Gang und Gäbe ist. Auf diese Weise schafft der Einzelhandel eine heimische Atmosphäre. Was inzwischen ein Must‑Have ist, ist die Einbindung digitaler Technik, um dem Kunden maximalen Service zu bieten. Hierbei soll der Mensch keineswegs durch die Maschine ersetzt werden. Die Maschine soll ihm und seinem Kunden eine Top‑Beratung durch schnelle Verfügbarkeit aller Informationen möglichen machen.
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Über den Autor Markus Levens

Markus Levens ist Geschäftsführer der EXPERTiSALE Deutschland GmbH. EXPERTiSALE ist eine Spezialagentur für Shopping Mall Vermarktung. Unser Geschäft konzentriert sich auf die Administration und Online-Vermietung von Mall-Aktionsflächen in Shopping Centern deutschlandweit. Die operative Steuerung des Buchungsprozesses erfolgt über die Internet-Plattform EXPERTiSALE.com. Als Dienstleister im Bereich Shopping Mall Vermarktung sind wir der ideale Outsourcing-Partner für die Shopping Center Branche. Durch unsere tägliche Arbeit werden Shopping Malls zu einem Eventmedium mit bundesweiter Abdeckung.